Atelier Fleck, Kirchzarten

Neues Bauen im Schwarzwald 2010, überreicht von der Architektenkammer BW
Deutscher Fassadenpreis 2007 für vorgehängte hinterlüftete Fassade-1.Preis, überreicht von FVHF
Auszeichnung Guter Bauten 2005, überreicht vom Bund Deutscher Architekten BDA BW
Beispielhaftes Bauen Breisgau-Hochschwarzwald 1997-2005, überreicht von der Architektenkammer BW

Wenn Künstler sich ein eigenes Atelier bauen, geht es in erster Linie um die Lichtverhältnisse, damit Malerei zum erlebten und empfundenen Vorgang werden kann. Um Neugierigen keinen vorzeitigen Einblick zu gewähren, sollte niemand von außen hineinschauen können – also keine Fenster auf Augenhöhe, lediglich eine Übereckverglasung zur Belichtung der Galerie.

Für eine korrekte Farbbestimmung der frisch aufgetragenen Ölfarben aber braucht der Künstler genügend Licht und dies am besten von Norden. In diesem Fall wurde von einem Physiker eine Lichtsimulation erstellt, um herauszufinden, wie groß die Glasflächen und die Anzahl der Glas-Oberlichter sein müssen. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Lichtverteilung, die kreatives Schaffen auf großen Leinwänden ermöglicht.

Als Erleichterung für den Künstler wurde eine motorisch verschiebbare Malwand eingebaut, die eine Leiter entbehrlich macht. Da jedes Gemälde fotografiert wird, bevor es das Atelier verlässt, kann der Künstler auch hier die optimale Lichtsituation nutzen. Das „Innenleben“ und die Funktion dieses „Monolithen“ hat demnach für den Künstler eine große Bedeutung.

Hier entstehen die „Felder“ und „Feldstücke“ zwischen Impressionismus und Expressionismus wenngleich es für den Betrachter in seiner ästhetischen Schlichtheit ein „Schwarz“- Waldhaus ist, reduziert auf Form und Farbe.
Schwarzwaldatelier

Schwarzwaldatelier

Projektdaten

Baukosten 550.000 €/ brutto
Planungsbeginn 2003
Fertigstellung 2004
Bruttogeschossfläche 400 m²
Bruttorauminhalt 1.800 m³
Projektteam Holger Bachem †
Fotos Oliver Kern
Malraum des Ateliers

Malraum des Ateliers

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