Institutsspange Pathologie, Freiburg

Städtebauliche Studie zur Entwicklung von sechs klinisch-theoretischen Instituten
mit becker + haindl, Stuttgart

Planung von sechs klinisch-theoretischen Instituten. Das Planungsgebiet liegt im Südwesten Freiburgs, nahe der Universitätsklinik. Die gute Erreichbarkeit und die ausreichend vorhandene Grundstücksfläche bilden die Grundlage für die Neuordnung dieser klinisch-theoretischen Institute. Als erstes entsteht das Pathologische Institut, dann die Umweltmedizin, das Zentrum für molekulare klinische Forschung, die Rechtsmedizin, die Molekularbiologie und schließlich die Biometrie.

Die städtebauliche Großform besteht aus zwei parallel, gegeneinander leicht verschoben angeordneten Gebäuderiegeln, die zur Straße fünf- und zum Park hin viergeschossig gebaut werden. Sie sind durch eine "Forscherstraße", die zwischen den Gebäuderiegeln verläuft, miteinander verbunden. An dieser zentralen Achse liegen sämtliche Institutseingänge, die Hörsäle, die Seminarräume und die Cafeteria. Zunächst ist jedes Institut als Einzelbaukörper erkennbar. In der Gesamtwirkung jedoch wird der Gebäudekomplex als Einheit wahrgenommen. So ist gewährleistet, dass jedes Institut seine Identität wahren kann, der synergetische Effekt jedoch durch die Vernetzung aller Institute jederzeit möglich ist.

Über verglaste Stege und Brücken gelangen die Mitarbeiter in die verschiedenen Ebenen der Institutsgebäude. Innerhalb der Gebäude sind die Laborbereiche aus energetischen und wirtschaftlichen Gründen nach Norden orientiert. Damit wird eine zu starke Erwärmung vermieden und die Kühlleistung reduziert.

Auf der Südseite sind die Büros mit Blick in den Landschaftspark des Universitätsklinikums untergebracht. In diesem ökologischen Park setzt sich die für Städtebau und Gebäude geforderte energetische und ökologische Optimierung fort. Ausgleichsbecken zur Regenwasserversickerung und eine Pflanzenkläranlage zur Reinigung des Grauwassers bilden ein Feuchtbiotop. Der ökologische Park bietet Besuchern, Mitarbeitern und Patienten Erholung und Regeneration in einheimischer Flora und Fauna.
Modell

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Projektdaten

Planungsbeginn 2001
Fertigstellung 2002
Projektteam Thomas Streif, Tanya Keller, Carolin Krämer

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